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| Projektname |
Feldabgrenzung und internationale Kollaborationen: Praktische Begleitforschung zum Pilotvorhaben zur Identifizierung internationaler Kooperationsmöglichkeiten |
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Problemstellung und Ziel
Im Rahmen eines Pilotprojekts entwickeln iFQ und IWT für das BMBF die Grundlagen für ein Monitoring-Instrument zur Identifizierung potentiell interessanter internationaler Kooperationspartner. Das Instrument soll fachunabhängig einsetzbar sein. Im begleitenden KB-Forschungsprojekt werden grundsätzliche methodische Fragen behandelt. Insbesondere geht es um die Entwicklung und Erprobung von Verfahren und Methoden, mit denen sich komplexe oder emergente Themengebiete bibliographisch abgrenzen lassen und um die Identifizierung geeigneter bibliometrischer Charakteristika, durch die sich entsprechende internationale Kooperationspartner auf verschiedenen Ebenen - Land, Institution und Person - auszeichnen, d.h. es geht darum, Indikatoren zur Identifizierung interessanter Kooperationspartner zu entwickeln und zu testen.
Stand der Forschung
Bisher werden Feldabgrenzungen überwiegend unter Verwendung von geeigneten Stichworten, verfügbaren Klassifikationssystemen und Thesauri vorgenommen. Insbesondere die Klassifikationen, die Web of Science (WoS) und Scopus bereitstellen, sind für die Abgrenzung komplexer oder emergenter Themengebiete weitestgehend ungeeignet. Das Institute for Science Networking Oldenburg (ISN) hat im Rahmen der Projekte "OAN - Open Access Netzwerk" (DFG) und "EERQI - European Educational Research Quality Indicators" (EU) ein Natural Language Processing (NLP) basiertes Verfahren entwickelt, das es ermöglicht, Dokumente nach ihrer Fachzuordnung zu unterscheiden. Für die Beschreibung von Akteuren werden bereits verschiedene bibliometrische, insbesondere auf Publikations- und Zitationsdaten beruhende, aber auch nicht-bibliometrische Indikatoren genutzt. Ein systematischer Vergleich, welche Indikatoren geeignet sind, um potenzielle Kooperationspartner zu identifizieren, liegt bisher nicht vor.
Projektbeschreibung
Mit Hilfe des vom ISN entwickelten Verfahrens wird versucht, Publikationen eines definierten Fachgebiets automatisiert aus einem großen Dokumentenbestand (WoS/Scopus) zu identifizieren und zu extrahieren. Der Algorithmus wird unter Nutzung der Abstracts einer zielgerechten Publikationsmenge trainiert. Auf dieser Basis wird ein sogenannter Fingerabdruck berechnet. Dieser lässt sich im Idealfall deutlich im Gesamtdatenbestand wieder finden und zur Feldabgrenzung verwenden. Für die Identifizierung von potentiellen Kooperationspartnern sollen Indikatoren entwickelt werden, die auf der Analyse von Kooperations- und Zitationsnetzwerken beruhen und die eine Bewertung der zeitlichen Stabilität der Indikatoren ermöglichen. Insbesondere geht es auch darum, skalenunabhängige Indikatoren zu entwickeln und zu erproben. |
| Antragsteller |
Institut für Forschungsinformation und Qualitätssicherung (iFQ), Bonn |
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| Ansprechpartner |
Haiko Lietz, Institut für Forschungsinformation und Qualitätssicherung (iFQ),
Tel.: +49 (0) 30 / 206 41 77 - 21; E-Mail: lietz@forschungsinfo.de
Jian Wang, Institut für Forschungsinformation und Qualitätssicherung (iFQ),
Tel.: +49 (0) 30 / 206 41 77 - 37; E-Mail: wang@forschungsinfo.de |
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| Kooperation |
Institute for Science Networking Oldenburg GmbH (ISN), Oldenburg |
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| Förderzeitraum |
01.05.2011 bis 31.10.2012 |
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| Projektname |
Nutzbarkeit bibliometrischer Indikatoren im Universitätsbenchmarking |
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Problemstellung und Ziel
Im Rahmen eines Projekts, welches organisatorisch von der HIS betreut wird, entwickeln mehrere Universitäten derzeit gemeinsam ein Kennzahlenset für ein internes Universitätsbenchmarking. Von den Universitäten werden Daten zur Internationalität, Leistungsfähigkeit der Lehre und Forschung sowie Gleichstellung erhoben. Ebenfalls im Benchmarking erfasst werden soll die Performanz in der Forschung. Hierzu wird das iFQ im Rahmen eines Pilotprojektes eine bibliometrische Analyse für zwei Fächer durchführen. Basierend auf Publikations- und Zitationsdaten werden Indikatoren bereitgestellt, die Aussagen zur Forschungsperformanz gestatten. Die Arbeiten des iFQ-Projektteams werden durch eine Arbeitsgruppe mit Vertretern und Vertreterinnen der Universitäten (u.a. den KanzlerInnen und WissenschaftlerInnen) begleitet. Dieses Pilotprojekt wird ergänzt durch ein KB-Projekt, in dem grundsätzliche methodische Fragen zur Eignung von bibliometrischen Indikatoren für das Benchmarking von Universitäten adressiert und bearbeitet werden, wie z.B. der Umgang mit Verzerrungen beim Vergleich der Einrichtungen, die Abgrenzung von fachlichen und organisatorischen Einheiten und die Normalisierung mit Personalstrukturdaten. Im Rahmen der Arbeitsgruppe und gegebenenfalls durch Interviews soll analysiert werden, ob und wie indikatorbasierte Aussagen mit den Einschätzungen der WissenschaftlerInnen korrespondieren. Ziel ist es, zu klären, unter welchen Voraussetzungen ein nationales Benchmarking möglich ist.
Stand der Forschung
Bibliometrische Indikatoren werden in vielen Hochschulrankings verwendet. Dabei werden jedoch einerseits häufig die in der Fachliteratur diskutierten methodischen Probleme und elaborierten Indikatoren unzureichend zur Kenntnis genommen, so dass das analytische Potenzial der Bibliometrie nicht ausgenutzt wird. Andererseits werden bibliometrische Indikatoren nur sehr selten mit der Innensicht der Wissenschaftler zusammen gebracht - beides soll das Projekt leisten und ein für Benchmarkings geeignetes Indikatorenset entwickeln. Da für die Analyse der Effizienz mit Hilfe von bibliometrischen Indikatoren in Relation zu Personalstrukturdaten noch kaum Standards zur Verfügung stehen, soll das Projekt hier methodische Grundlagen erarbeiten.
Projektbeschreibung
Publikationsdaten für die Fächer Physik und Chemie werden für den Zeitraum 2005-2010 für drei Universitäten erhoben. Abgegrenzt werden die Datensets auf der Grundlage der Institutionenadressen und Personennamen im Web of Science. Dieser Datenkorpus wird den Fachbereichen der Universitäten rückgekoppelt und von diesen verifiziert. Ergänzungen der Publikationsdaten werden mit dem Web of Science abgeglichen und Publikationsindikatoren für den gesamten Zeitraum sowie Zitationsindikatoren für den Zeitraum 2005-2007 ermittelt. Diese Analyse wird gegebenenfalls auf Non-Source-Items (Datensätze, die im Web of Science nur als Referenzen vorhanden sind) ausgeweitet. |
| Antragsteller |
Institut für Forschungsinformation und Qualitätssicherung (iFQ), Bonn |
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| Ansprechpartner |
Marion Schmidt, Institut für Forschungsinformation und Qualitätssicherung (iFQ),
Tel.: +49 (0) 30 / 206 41 77 - 32; E-Mail: schmidt@forschungsinfo.de |
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| Förderzeitraum |
01.07.2011 bis 31.12.2012 |
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| Projektname |
Lässt sich Forschungsförderung bibliometrisch abbilden?
Reliabilität und Validität von Angaben zu Funding Acknowledgements im Web of Science |
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Problemstellung und Ziel
Die Zuordnung des Forschungsoutputs zu den jeweiligen fördernden Organisationen ist nach wie vor aufwendig. Im Rahmen des Vorhabens sollen Methoden der Zuordnung von Publikationen zu Forschungsförderern verglichen werden. Ziel ist es insbesondere, zu einer Bewertung der Reliabilität und Validität der im Web of Science verfügbaren Angaben zu Funding Acknowledgements und Aussagen zu deren Nutzbarkeit in bibliometrischen Analysen zu kommen.
Stand der Forschung
Die Reliabilität und Validität von Angaben zu Funding Acknowledgements wurden bisher nur in sehr geringem Umfang untersucht. Beispielsweise wurde die Verteilung und Dynamik von Funding Acknowledgements auf der Ebene einzelner Förderorganisationen in einer Analyse von rund 335.000 Publikationen aus der Datenbank CiteSeer untersucht. Die Autoren zeigen, dass der Anteil der auf einzelne Organisationen entfallenden Acknowledgements insgesamt stabil ist (Giles et al 2004: 17601). Basierend auf Ergebnissen einer Befragung von Wissenschaftlern und der Analyse des Research Output Databases des Wellcome Trusts wurde gezeigt, dass die Nennung einer Förderorganisation unmittelbar mit ihrem Anteil an der Finanzierung des Forschungsvorhabens zusammenhängt (Butler et al 1998: 4). Die Qualität der von Thomson Reuters im Web of Science bereitgestellten Angaben wurde bisher im Rahmen von zwei Fallstudien untersucht. Studien, die die Qualität und Vollständigkeit von Angaben zu Funding Acknowledgements im Web of Science umfassend beleuchten, sind derzeit nicht verfügbar.
Projektbeschreibung
Im Rahmen des Projektes soll am Beispiel der DFG und der BMBF Forschungsförderung die Reliabilität und Validität der Angaben "Funding Acknowledgements" untersucht werden. Dazu werden die im Web of Science erfassten Funding Acknowledgements mit den Angaben zu Publikationen in den Abschlussberichten zu von der DFG und dem BMBF geförderten Projekten abgeglichen. Zusätzlich werden die Ergebnisse des Vergleichs im Rahmen von Kurzinterviews validiert. Dadurch sollen Rückschlüsse auf die Motivation für die Nennung der Förderorganisation, auf die Nennung von Förderorganisationen bei Mehrfachförderung und auf mögliche Verzerrungen, die sich aus dem von Thomson Reuters eingesetzten Erhebungsverfahren ergeben, gezogen werden. Basierend auf den Ergebnissen wird eine Einschätzung der Vollständigkeit und der Richtigkeit der Angaben zu Funding Acknowledgements im Web of Science gegeben. Butler, L. / Biglia, B. / Bourke, P., 1998: Australian Biomedical Research: Funding Acknowledgments and Performance. Canberra: NHMRC.
Gilles, C. / Councill, I., 2004: Who gets acknowledged: Measuring scientific contributions through automatic acknowledgment indexing. PNAS 101 (51), 17599-17604. |
| Antragsteller |
Institut für Forschungsinformation und Qualitätssicherung (iFQ), Bonn |
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| Ansprechpartner |
Daniel Sirtes, Institut für Forschungsinformation und Qualitätssicherung (iFQ),
Tel.: +49 (0) 30 / 206 41 77 - 26; E-Mail: sirtes@forschungsinfo.de |
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| Förderzeitraum |
01.07.2011 bis 31.12.2012 |
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| Projektname |
Identifikation aufkommender wissenschaftlicher Gebiete |
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Problemstellung und Ziel
Die Information über die Abgrenzung verschiedener Themengebiete, den Wandel die-ser Themengebiete über die Zeit und die Entstehung neuer Themengebiete kann sowohl für Wissenschaftler, Veranstalter von Konferenzen u.ä. als auch für Förderer von Forschungsprogrammen, -projekten und -einrichtungen von großer Wichtigkeit sein. Eine manuelle Identifikation von bestehenden und neu entstandenen Themengebieten ist jedoch aufgrund der Menge an Publikationen und der fehlenden Übersicht über diese kaum realisierbar. In diesem Projekt soll deshalb ein automatisches Verfahren zur Erstellung von Sammlungen solcher Publikationen zu einem Themengebiet, sogenannte Cluster, am aktuellen Rand erstellt werden. Dieses Verfahren nutzt die Kenntnisse über bereits bestehende Themengebiete und die Eigenschaften entstandener Themengebiete, um neue Themengebiete zu erkennen und als neue Cluster von den bestehenden abzugrenzen. Zusätzlich zur Erstellung dieser Cluster sollen diese von einem automatischen Verfahren benannt werden, das hierzu textuelle Informationen aus den Publikationen benutzt und aus diesen solche auswählt, die dieses Themengebiet spezifizieren und von den anderen hinreichend abgrenzt.
Stand der Forschung
Derzeit ist nach unserem Wissen kein System vorhanden, das alle Bereiche des Cluster- und Analyse-Verfahrens in ausreichendem Maße abdeckt, um ein Gesamtsystem wie das oben beschriebene zu implementieren. Teilaspekte wie die Topic Detection wurden in der Informatik erforscht, allerdings noch nicht so auf bibliometrische Analysen angewendet, dass auf die besonderen Eigenschaften wissenschaftlicher Publikationen und daraus folgenden, mögliche Rückschlüsse eingegangen wurde. Andererseits gibt es regelmäßig bibliometrische Studien zu aufkommenden wissenschaftlichen Gebieten in der Retrospektive, das heißtvergangene Zeiträume werden betrachtet, um das Entstehen und die Entwicklung von damals neuen, nun bekannten Gebieten zu zeigen. Da dies aber voraussetzt, dass man bereits Kenntnisse darüber hat, wie das jeweilige Gebiet abzugrenzen ist, sind solche Verfahren nur für die Analyse der Eigenschaften aufkommender Gebiete von Bedeutung, die in dem oben beschriebenen System zur Antizipation aufkommender Gebiete verwendet werden können.
Projektbeschreibung
Am Anfang des Projekts werden die Attribute bestimmt, mit denen die Gebiete in bibliometrischen Datensätzen automatisch voneinander abgegrenzt werden können. Diese werden auf einem eigens dafür erstellten bereinigten Teildatensatz (aus der Oberklasse "Computer Science") mit einem Machine Learning Ansatz auf ihre Eignung getestet. Auf diese Weise soll ein automatisches Verfahren zur Erstellung der Themencluster generiert werden. Darauf aufbauend wird ein zweites Verfahren zur Benennung dieser Cluster entwickelt. Hierdurch wird es möglich, die Entstehung und Entwicklung von Themenclustern über die Zeit genauer zu analysieren und das Verfahren zur Früherkennung von aufkommenden Gebieten zu verfeinern. |
| Antragsteller |
Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung (Fraunhofer ISI), Karlsruhe |
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| Ansprechpartner |
Dipl.-Inform.Wirt Carolin Michels; Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung (Fraunhofer ISI);
Tel.: +49 721/ 6809-425; E-Mail: carolin.michels@isi.fraunhofer.de |
| Förderzeitraum |
01.06.11 bis 31.12.12 |
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| Projektname |
Bibliometrische Ansätze zur Analyse des Brain Drains bei Wissenschaftlern |
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Problemstellung und Ziel
Der Brain Drain wissenschaftlicher Forscher ist offensichtlich ein erheblicher Verlust der besten Köpfe für die deutsche Forschung, es erweist sich jedoch als schwierig, das Ausmaß dieses Problems quantitativ zu fassen. Es gibt Statistiken zu Auslandsaufenthalten von Studierenden vor und während ihrer Promotion; andere Daten beschreiben die Emigration hoch qualifizierter Fachkräfte, sie unterscheiden jedoch nicht nach Berufsgruppen. Für wissenschaftspolitische Maßnahmen zur Begrenzung des Brain Drains wäre es wichtig, genauere Zahlen über dessen Umfang zu erhalten, insbesondere auch Angaben zu einzelnen Fächern und zu aufnehmenden Hochschulen, um geeignete Gegenmaßnahmen konzipieren zu können.
Stand der Forschung
Die meisten Arbeiten zu dem Phänomen des Brain Drain richten sich auf qualifizierte Fachkräfte insgesamt, nicht aber nur Wissenschaftler. Zur dauerhaften Emigration von Wissenschaftlern gibt es vereinzelte ältere Studien, die auf Befragungen einer begrenzten Zahl von Forschern basieren. Es gibt aufgrund des mit diesen Erhebungen verbundenen Aufwands keine aktuellen Untersuchungen, und die vorliegenden ermöglichen keine belastbare Abschätzung der Gesamtzahlen. Das Problem des Brain Drains ist für Schwellenländer noch kritischer, weil diese zunehmend auf wissensintensive Bereiche setzen und hochqualifizierte Fachkräfte benötigen. Da gute Wissenschaftler in Industrie- wie auch Schwellenländern benötigt werden, kommt es zu einem Wettbewerb in diesem Bereich. Da die Bezahlung und die wissenschaftliche Infrastruktur in Industrieländern besser als in Schwellenländern sind, ist die Abwanderung von Wissenschaftlern in Industrieländer erheblich. Da die Problematik für Schwellenländer besonders dringlich ist, gibt es dort genauere quantitative Erhebungen, beispielsweise für die Situation in Südafrika.
Projektbeschreibung
Es soll der Brain Drain aus Deutschland in die Vereinigten Staaten vertieft analysiert werden. Hierzu sollen für ein spezifisches Publikationsjahr alle Namen deutscher Autoren untersucht und für die Folgejahre geprüft werden, ob sie erneut als Autoren deutscher Einrichtungen in Erscheinung treten. Diese Untersuchung wird als Referenz verwendet, um das Niveau der Publikationsaktivitäten der Basisstichprobe in den nachfolgenden Jahren zu bestimmen. Dann wird geprüft, in welchem Ausmaß deutsche Autoren aus dem Basisjahr als Autoren amerikanischer Einrichtungen in Erscheinung treten. Da es in den Publikationsdatenbanken keine direkten Hinweise auf die Nationalität der Autoren gibt, sondern nur Adressen von Einrichtungen, werden zur eindeutigen Identifikation der in den Vereinigten Staaten arbeitenden deutschen Autoren neben dem vollen Namen weitere Kriterien benötigt, insbesondere das Fachgebiet. Die Analyse wird mit Hilfe der Datenbank Scopus realisiert werden. Im weiteren Zeitverlauf wird verfolgt, wie lange deutsche Autoren an amerikanischen Einrichtungen weiter publizieren und nach welcher Zeitdauer sie wieder nach Deutschland zurückkehren oder ob sie dauerhaft in den Vereinigten Staaten verbleiben. Eine analoge Analyse wird für Südafrika in Bezug auf Großbritannien durchgeführt, um den Vergleich mit den dortigen Erhebungszahlen zu ermöglichen. |
| Antragsteller |
Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung (Fraunhofer ISI), Karlsruhe |
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| Ansprechpartner |
Nicole Schulze, Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung (Fraunhofer ISI)
Tel.: 0721-6809~344, E-Mail: nicole.schulze@isi.fraunhofer.de |
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| Förderzeitraum |
01.08.2011 bis 31.07.2012 |
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| Projektname |
Klassifikation und Ähnlichkeitsanalyse von mathematischen Publikationen |
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| Antragsteller |
Universität Bielefeld, Institut für Wissenschafts- und Technikforschung (IWT) |
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| Projektname |
Institutionenkodierung |
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Problemstellung und Ziel
In den beiden interdisziplinären Literaturdatenbanken Web of Science (WoS) und Scopus sind pro Publikation zwar die institutionellen Adressen der Autoren erfasst, soweit diese im Original der jeweiligen Arbeit aufgeführt sind. Die Erfassung dieser Adressen lässt aber hinsichtlich Genauigkeit und Vollständigkeit sehr zu wünschen übrig. Dahinter verbergen sich verschiedene Probleme. Am bekanntesten ist das Problem der unterschiedlichen Schreibweisen von Adressen. Ein nicht zu unterschätzendes Problem stellen außerdem die Extremfälle von Publikationen dar, an denen Autoren von einer sehr großen Zahl von Institutionen beteiligt sind. Hinzu kommt, dass im Zeitverlauf die Institutionenlandschaft nicht stabil, sondern im Wandel ist. Vor diesem Hintergrund wäre es unzulässig, valide bibliometrische Indikatoren institutionsbezogen auf der Basis der unbereinigten, in WoS oder Scopus vorgefundenen Adressdatensätze generieren zu wollen. Das hier vorgeschlagene Teilprojekt zielt demgegenüber auf die Schaffung einer seriösen Basis für die bestmögliche Zuordnung der in WoS und Scopus erfassten Publikationen aller deutschen Institutionen. Stand der Forschung
Die Probleme der Unifizierung und Kodierung von institutionellen Adressen für bibliometrische Analysen sind seit langem bekannt. Dennoch gibt es bis heute relativ wenig Literatur, die sich dezidiert darauf bezieht. Bekannt ist, dass die Hersteller des WoS (bzw. des Vorläufers SCI) im eigenen Interesse zwar Anstrengungen zur Unifizierung und Standardisierung unternommen haben, dass diese aber an Grenzen stoßen, die ohne detaillierte Kenntnisse der regionalen und lokalen institutionellen Strukturen nicht zu überwinden sind. Projektbeschreibung
Zunächst sollen die Adressdatensätze eines aktuellen Datenbankjahrgangs (2008) des WoS soweit wie möglich mit automatischen Prozeduren kodiert werden. Im nächsten Schritt sollen die gewonnenen Erfahrungen auf den Paralleljahrgang von Scopus übertragen werden. Die nach Durchführung der automatischen Kodierung verbleibende Restmenge von Problemadressen, die nicht ohne weiteres als zu einer deutschen Hauptinstitution gehörig zu identifizieren sind, werden einer manuellen Sichtung und Bearbeitung unterzogen. In einem weiteren Schritt werden jenseits einer bloßen Kodierung von Adressen nunmehr definitiv Publikationen zu (deutschen) Institutionen zugeordnet. Auf der Basis der gewonnenen Erfahrungen werden dann die Prozeduren zur automatischen Kodierung auf möglichst alle verfügbaren Jahrgänge von WoS und Scopus ausgedehnt. Im letzten Schritt schließlich soll ein Verfahren entwickelt werden, um die von den Datenbankherstellern eintreffenden Lieferungen neuer Daten kontinuierlich kodieren zu können. |
| Antragsteller |
Universität Bielefeld, Institut für Wissenschafts- und Technikforschung (IWT) |
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| Förderzeitraum |
01.09.2009 bis 31.12.2012 |
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| Projektname |
Entwicklung von Methoden und Indikatoren zur Bewertung von Fehlern in der Bibliometrie (Fehlerlehre) |
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Problemstellung und Ziel
In der empirischen Sozialforschung übliche Methodenstandards und Fehlerlehren sowie darauf aufbauende Gütemaße sind in der Bibliometrie kaum entwickelt. Das ist nicht nur ein theoretisches Defizit, sondern zieht auch einen völlig unkritischen Umgang mit bibliometrischen Indikatoren, die nicht selten als „objektive Realitätsbeschreibungen“ betrachtet werden, nach sich. Dieses Teilprojekt soll daher zunächst die in der Literatur bereits diskutierten und aus vorhandenen bibliometrischen Studien und Publikationserhebungen bekannten Fehler- und Biasquellen aufarbeiten, sodann ansatzweise eine theoretisch begründete Fehlerlehre formulieren und zugehörige Gütemaße bereitstellen.
Stand der Forschung
In der Fachliteratur der Wissenschaftsforschung werden schon längere Zeit und intensiv methodische Probleme, die sich im Kontext der Generierung bibliometrischer Indikatoren ergeben, diskutiert. Belastbares empirisches Wissen darüber, welche Auswirkungen die verschiedenen methodischen Vorgehensweisen auf die Indikatoren und deren Interpretierbarkeit bzw. Interpretation haben, gibt es hingegen kaum. Standards für die Konstruktion bibliometrischer Indikatoren und die Durchführung bibliometrischen Studien und Analysen gibt es ebenfalls nur bedingt. Auch mangelt es derzeit an einer systematischen und vollständigen Zusammenstellung der Probleme und deren Bewertung. Die technischen Fragestellungen sind nur teilweise in der Literatur erfasst und diskutiert.
Projektbeschreibung
Ausgangspunkt dieses Projektes ist eine systematische Literaturanalyse, auf deren Basis eine Übersicht über die potenziell auftretenden Fehler und Interpretationsprobleme sowie deren Ausmaß und Auswirkungen entwickelt wird und Ansätze für Korrekturen und Gütemaße systematisiert werden. Die im Rahmen von Modulen entwickelten Gütemaße werden als Algorithmen in die bibliometrische Datenbank implementiert. Diese werden im Weiteren genutzt, um Indikatoren adäquat zu berechnen und deren Qualität und Aussagefähigkeit bewerten zu können. Parallel dazu sollen Algorithmen erstellt, geprüft und implementiert werden, mit deren Hilfe bei der Konstruktion der bibliometrischen Indikatoren die identifizierten Fehler und ihr Ausmaß adäquat berücksichtigt werden können. |
| Antragsteller |
Institut für Forschungsinformation und Qualitätssicherung (iFQ), Bonn |
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| Ansprechpartner |
Dr. Jasmin Schmitz, Institut für Forschungsinformation und Qualitätssicherung (iFQ),
Tel.: +49 (0) 30 / 206 41 77 - 35; E-Mail: schmitz@forschungsinfo.de |
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| Förderzeitraum |
01.10.2009 bis 31.03.2012 |
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| Projektname |
Erwartete Zitatraten und Klassifikationen |
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Problemstellung und Ziel Zitatraten werden bei bibliometrischen Analysen benutzt, um den Impact (Einfluss) von Publikationen zu bestimmen. Annahme ist dabei, dass sehr häufig zitierte Publikationen einen höheren Impact als weniger häufig zitierte haben. In der Regel geht es dabei nicht um den Impact einer einzelnen Publikation, sondern den durchschnittlichen Impact einer Teilmenge von Publikationen. Faktisch wird Impact vielfach mit Qualität gleichgesetzt. Ein grundsätzliches Problem besteht darin, dass die Zitatraten sehr unterschiedlich sein können. Wichtigste Einflussfaktoren sind dabei Fachgebiet, Zeitschrift, Nationale Herkunft der Autoren und zeitliche Veränderungen. Aus diesen Überlegungen ergibt sich der Bedarf für eine Standardisierung der Zitatraten.
Stand der Forschung
Ein erster wichtiger Schritt zur Standardisierung ist die Einführung von festen Zeitfenstern zur Ermittlung der Zitate. Als zweiter Schritt zur Standardisierung der ermittelten Zitatraten, der so genannten beobachteten Zitatraten, hat sich in der bibliometrischen Forschung die Bestimmung der so genannten erwarteten Zitatraten eingebürgert. Es wird für jede Zeitschrift, die in den jeweiligen Datenbanken abgedeckt ist, eine durchschnittliche Zitatrate pro Artikel berechnet, die der erwarteten Zitatrate für diese Zeitschrift entspricht. Diese wird häufig auch als Impact-Faktor der Zeitschrift bezeichnet. Im Ergebnis kann dann die Zitatrate einer spezifischen Publikation mit ihrer erwarteten Zitatrate verknüpft werden. Auf diese Weise lässt sich feststellen, ob die jeweilige Zitatrate ober- oder unterhalb der erwarteten Zitatrate liegt. Diese Ergebnisse für einzelne Publikationen werden für definierte Sets von Publikationen zusammengeführt. Im Einzelnen sind mehrere Indikatoren üblich, die im Kontext mit erwarteten Zitatraten stehen.
Projektbeschreibung
Aus einer Definition von Zeitschriften können in einem ersten Überblick erste Tests zu erwarteten Zitatraten realisiert werden. Im nächsten Schritt wird es notwendig sein, erste Felder zu definieren, für die erwartete Zitatraten ermittelt werden können. Diese Felder sind durch Sätze von Zeitschriften definiert. Schließlich werden durch Ko-Zitationsanalysen inhaltliche Ähnlichkeiten zwischen klassifizierten und nicht-klassifizierten Zeitschriften ermittelt und auf dieser Basis Entscheidungen für die Klassifikation einzelner Zeitschriften getroffen. Weiterhin soll in diesem Teilprojekt eine Übersicht erstellt werden, welche disziplinären und thematischen Klassifikationen für die Wissenschaft national und international verwendet werden. Dieser letzte Schritt ist Vorbereitung für ein weiteres großes Arbeitspaket, bei dem alle Zeitschriften nach diesem neuen Schema im Sinne einer Grobklassifikation zugeordnet werden. Daran anschließend soll jeder einzelne Artikel klassifiziert werden, wobei dann eine deutlich feinere Klassifikation eingesetzt werden soll.
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| Antragsteller |
Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung (Fraunhofer ISI), Karlsruhe |
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| Förderzeitraum |
01.09.2009 bis 31.12. 2011 |
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Abgeschlossene Projekte
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| Projektname |
Vollständige Erfassung von Patentanmeldungen aus Universitäten |
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Problemstellung und Ziel
Der Wissens- und Technologietransfer aus Hochschulen ist in den letzten Jahren als ein wesentlicher Ansatzpunkt zur Modernisierung der Wirtschaftsstrukturen und zur Förderung der wirtschaftlichen Dynamik gesehen worden. Zur Analyse der daraus resultierenden Veränderungen ist es wichtig, die Patentanmeldungen aus Hochschulen vollständig erfassen zu können. Zur Verbesserung der Ermittlung von Erfindungen aus Hochschulen wird ein Ansatz vorgeschlagen, bei dem bei den Namen von Erfindern geprüft wird, ob es gleiche Namen von Autoren in Publikationsdatenbanken gibt, um so die institutionelle Zuordnung von Erfindern zu Universitäten feststellen zu können. Ziel ist eine breite Erfassung der Patentanmeldungen aus Universitäten in allen Fachgebieten mit einer möglichst hohen Präzision der Zuordnung von Erfindern zu Autoren und damit zu deren Institutionen.
Stand der Forschung
Aktuelle Analysen zu Hochschulpatenten beruhen in der Regel auf Umfragen, wobei insbesondere Analysen für französische und amerikanische Universitäten zu nennen sind. Das Problem solcher Umfragen beruht darauf, dass entweder nur begrenzte disziplinäre Felder, einzelne Universitäten oder lediglich von Universitäten selbst angemeldete Patente erfasst werden. In zwei Studien wurde bereits mit der Verknüpfung von Erfinder- und Autorennamen gearbeitet. Dieser Ansatz erwies sich als vielversprechend, insbesondere für den Vergleich einer Vielzahl von Ländern mit unterschiedlichen Hochschulsystemen.
Projektbeschreibung
In dem Projekt geht es darum, für spezifische Jahrgänge von Patentanmeldungen, etwa ab Mitte der 1990er Jahre, sämtliche Erfinder am Deutschen Patentamt herunter zu laden und mit Autoren in den Datenbanken WoS und SCOPUS zu vergleichen. Im Falle von Übereinstimmungen sollen dann die zu den Autoren gehörenden wissenschaftlichen Einrichtungen festgestellt, und insbesondere Universitäten identifiziert werden. In aktuellen Jahrgängen der Datenbank SCOPUS sind zu allen Autoren auch die zugehörigen wissenschaftlichen Einrichtungen angegeben, was bei einer positiven Identifikation einen direkten Rückschluss auf die Herkunft einer Erfindung zulässt. Ein wichtiger Vorteil von SCOPUS ist schließlich die breitere Abdeckung ingenieurwissenschaftlicher Disziplinen, wobei jedoch zu klären ist, ab welchem Jahrgang die Erfassung besser als im WoS ist. Die Analysen sollen am Beispiel der Patentanmeldungen von Erfindern aus Deutschland und der Schweiz in den letzten zehn Jahren durchgeführt werden.
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| Antragsteller |
Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung (Fraunhofer ISI), Karlsruhe |
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| Förderzeitraum |
01.01.2010 bis 31. 01.2011 |
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